Die tätowierte Haut – Vortrag, Diskussion, Gespräch

Dienstag 11.12. 18:30, Wien Museum

Was Tattoos alles bedeuten können: Sie dienen als Unterscheidungsmerkmal, stehen für eine bestimmte Gruppenzugehörigkeit, für Rebellion, werden als Schmuck getragen oder sind gar Kunstwerke.

Wer ließ sich in Europa im 19. Jahrhundert tätowieren? Und wer heute? Ist die tätowierte Haut längst im Mainstream angekommen? Oder doch nicht? Christine Koblitz (Wien Museum) spricht mit dem Kultur- und Sozialanthropologen Igor Eberhard (Universität Wien), der Kulturhistorikerin Michaela Lindinger (Wien Museum) und der Tätowiererin Monika Weber (Happy Needles) über Geschichte, Moden und sich hartnäckig haltende Vorurteile.

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich!

Anmeldung: https://www.wienmuseum.at/de/veranstaltungen/veranstaltung/die-taetowierte-haut-2018-12-11-5401.html


Kaktus - (c) Wiener Schmucktage 2018 - Grafikdesign Andrea Zeitlhuber - Basiskonzept Key Visual Perndl+Co - 72dpi

SCHMUCK.DISKURSIV im MAK FORUM

VORTRAGSREIHE DER WIENER SCHMUCKTAGE 2018

Sonntag, 11. November, 11–16 Uhr

Die 2017 initiierte Programmschiene SCHMUCK.DISKURSIV wird fortgesetzt. Ziel ist es, in Vorträgen, Gesprächen, Diskussionen, Performances, Film- und Videoführungen sowie Lesungen mit Fokus auf Schmuck ein Bewusstsein zu schaffen und eine Diskussion in Gang zu setzen, was Schmuck sein kann und wie das Tragen von Schmuck uns im Alltag begleitet. Die diesjährige Vortragsreihe SCHMUCK.DISKURSIV im MAK FORUM am Sonntag, den 11. November 2018 thematisiert die zeitgenössische Schmuckgestaltung und Schmuckästhetik sowie den innovativen Umgang mit neuen Materialien und Technologien. SchmuckmacherInnen und SchmuckexpertInnen haben die einmalige Gelegenheit, ihre Erfahrungen und ihr Wissen über Schmuck auszutauschen und zu vertiefen.

Kuratiert von Christina Werner.

Es gelten die MAK – Eintrittspreise.

So, 11.11., 12–12.45 Uhr
Stephanie Weber: Personal Ornamentation and Embodied Poetry. Storytelling and the Adorned Body Across Media. (Vortrag auf Englisch)

„Jewelry“, as well as the German word „Schmuck“ describe personal ornaments, decorative elements, which enhance the appearance of bodies and things. Often made from expensive material, it conveys wealth and beauty. However, the adornment of bodies takes on a wider variety of meaning within art and popular culture. As Oscar Wilde famously claimed, „One should either be a work of Art, or wear a work of Art.“ Especially since the performance art movement in the 70s, the body itself has become the source and medium for artistic practices, as well as a site for questioning the relations of body, art, artist, and audience. The near limitless possibilities for modifying and transforming the body thus allows a questioning of concepts like beauty, identity, subject and object. Across popular culture, the body – the beautiful body, the ugly body, the tattooed, pierced, and scarred body – has become a prime vehicle for storytelling. Personalised stories are narrated on, about and with the body. I will trace this „embodied poetry“ from the performance art movement of the 70s to representations in film and media.

So, 11.11., 14–14.45 Uhr
Igor Eberhard: Zeichen setzen – Über Tätowierungen als Körperschmuck, Grenzerfahrung und Kunstform (Vortrag auf Deutsch)

Tätowierungen lassen niemanden kalt. Fast jeder hat bestimmte Bilder über Tätowierungen im Kopf. Für die Einen ist es ein Ausdruck von Freiheit, Rebellion oder schlicht Kunst. Für Andere sind es Zeichen für Unterschicht, schlechten Geschmack oder sogar Kriminalität. Dabei sind Tätowierungen viel mehr. Sie erfüllen ein tiefes menschliches Bedürfnis, noch mehr als anderer Schmuck des Körpers. Tätowierungen sind ein dauerhafter Eingriff in die Integrität des Körpers und oft eine Grenzerfahrung, die jedoch auch das Potential bietet, die Persönlichkeit des Trägers zu stärken oder Kunst zu schaffen.

Die Spannungsfelder zwischen bleibendem Kunst-Werk und vergänglichem Körper, zwischen Kunst und Tätowierung und zwischen Klischee, Mode und menschlicher Leinwand werden in diesem Vortrag diskutiert.

Vollständiges Programm:
https://www.wienerschmucktage.at/programm/

Grafikdesign Andrea Zeitlhuber – Basiskonzept Key Visual Perndl&Co

 

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